Philip und die anderen by Cees Nooteboom

By Cees Nooteboom

Show description

Read Online or Download Philip und die anderen PDF

Best german_2 books

Intrusion Detection effektiv!: Modellierung und Analyse von Angriffsmustern

Intrusion-Detection-Systeme werden zum Schutz vor Angriffen von IT-Systemen eingesetzt. Sie erkennen Missbrauch, indem sie Systemereignisse mit bekannten Angriffsmustern vergleichen. Der praktische Einsatz dieser Systeme ist h? ufig von Fehlalarmen gepr? gt. Die Ursache liegt in unzureichenden Angriffsmustern.

Eine kurze Einführung in die Systemtheorie: Lehr- und Übungsbuch

Das Lehrbuch richtet sich vor allem an Studierende technischer Studiengänge an Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien. Die komplexen Konzepte und Zusammenhänge der sign- und Systemtheorie werden in anschaulichen, nachvollziehbaren Schritten dargestellt. Den Kern bilden dabei die Grundlagen zur mathematischen Beschreibung im Zeit- und Frequenzbereich linearer, zeitinvarianter Systeme.

Additional resources for Philip und die anderen

Sample text

Du mußt ins Dorf gehen«, sagte er, »dort gibt es nur ein Hotel, ›Chez Sylvestre‹. « »Nein«, sagte ich, »ich werde nicht über Sie sprechen«, und ich nahm meinen Rucksack und ging den Hang hinunter. Er startete den Motor und rief: »In drei Tagen, denke ich, oder zwei«, aber ich ging weiter, und der rosige Straßenstaub, der unter meinen Füßen aufwirbelte wie ein Miniaturschirokko, drang in meine Schuhe und Strümpfe. Weiter abwärts blühte rot und violett der Feldthymian, das 37 Strauchwerk wurde grüner, und schließlich zeigte sich das Dorf fast freundlich mit seinen weißen und rosafarbenen, anscheinend völlig planlos gebauten Häusern und Gärten im Schatten von Pinien und Zypressen.

Aber er schrie noch durch das Fenster: »Tunte, Tunte«, und erst dann fuhr er davon. Ich zitterte sehr, glaube ich. Aber ich mußte weiter und hob wieder den Daumen. Und jetzt soll mich keiner fragen, am wievielten Tag nach dem Tag, an dem dies geschehen war, ich mit dem Mädchen Jacqueline, deren Nachnamen ich nicht kannte, auf der Place du Forum in Arles tanzte. Sie hieß Jacqueline, denn die Mädchen und die Jungs, die um uns herum tanzten, riefen: »Bon soir, Jacqueline«, und sie rief: »Bon soir, Ninette, bon soir, Nicole«, und dann lachte sie mich an, und wir tanzten weiter – und ihr Haar bewegte sich im Tanz, rötlich und offen.

Er hatte ein altes Auto, und in jener Nacht fuhren wir durch ein totes, unheimliches Land. Königlich wuchs der Mond aus der erloschenen rötlichen Erde. Nebel und Dunst zogen durch die Täler, umringten uns wie eine Gefahr, der wir jedesmal wieder zwischen hartem, scharfem Gestrüpp entwichen, das wie eine Herde längst gestorbener Tiere die Hänge zu den bizarren, im Nachtlicht blühenden Felsen emporkletterte. Manchmal fielen wir in einen Schwall lauer Wärme, die, von der trostlosen Hitze des Tages irgendwo zusammengepreßt, langsam in die Nacht hinausfächelt und den würzigen Duft von Thymian oder Lavendel mit sich trägt.

Download PDF sample

Rated 4.48 of 5 – based on 40 votes