Medialisierung politischer Organisationen: Parteien in der by Patrick Donges

By Patrick Donges

Die Mediengesellschaft stellt politische Organisationen wie Parteien vor große Herausforderungen: Die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Medien wie des Publikums erhöht sich ebenso wie Aufwand und Geschwindigkeit der Kommunikation. Parteien reagieren auf diese Herausforderungen durch den Ausbau von Kommunikationsabteilungen und einer Erhöhung ihrer Kommunikationsleistung. Die Studie untersucht solche Formen der Medialisierung auf foundation der neo-institutionalistischen Organisationstheorie und durch empirische Fallstudien traditioneller Parteiorganisationen in Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz.

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Auch gibt es vermutlich spezielle Mediatisierungsprozesse, die nur einzelne Bevölkerungsgruppen betreffen“ (Krotz 2001: 34). Grundsätzlich kann bei Metaprozessen die scheinbare Paradoxie entstehen, dass sie auch solche Prozesse umfassen, die ihr Gegenteil sind. Dieses Argument lässt sich am Metaprozess der Individualisierung veranschaulichen: Individualisierung umfasst, in der klassischen Definition von Beck, die Herauslösung der Individuen aus historisch vorgegebenen Sozialformen und -bindungen (Freisetzungsdimension), den Verlust an traditionalen Sicherheiten (Entzauberungsdimension) und eben auch eine neue Art der sozialen Einbindung (Kontroll- bzw.

Medialisierung als Metaprozess entziehe sich einer Logik, welche die Welt in abhängige und unabhängige Variablen einteile (vgl. Krotz 2003a: 10, 12). Diese Position wird in der Debatte um den Medialisierungsbegriff auch von Schulz eingenommen: „Mediatization goes beyond a simple causal logic dividing the world into dependent and independent variables“ (Schulz 2004: 90). Auch in einem systemtheoretischen Verständnis wird diese Sicht geteilt. So warnt Schmidt davor, die Herausbildung der Mediengesellschaft 44 2 Der Begriff der Medialisierung in Form linearer Kausalitäten zu beschreiben, da die beobachtbaren Prozesse hierfür zu komplex seien (vgl.

Vgl. Mayntz/Scharpf 1995: 54-55). Standardinteressen können individuellen wie korporativen Akteuren gemeinhin unterstellt werden, sie sind die Bedingung dafür, weitere Interessen überhaupt verfolgen zu können (vgl. Schimank 1992b: 264). Standardinteressen sind jedoch konkretisierungsbedürftig, bevor sie handlungsleitend werden. Was etwa Autonomie im Einzelfall bedeutet ist stark von den institutionellen Rahmenbedingungen abhängig, die den Akteur konstituieren (vgl. Mayntz/Scharpf 1995: 55). − Weitere Komponenten von Präferenzen sind normative Erwartungen, die an Akteure gerichtet werden.

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