Gesundheitswirtschaft Österreich: Ein by Thomas Czypionka, Alexander Schnabl, Clemens Sigl,

By Thomas Czypionka, Alexander Schnabl, Clemens Sigl, Julia-Rita Warmuth, Barbara Zucker

In der gesundheitspolitischen Debatte werden die Gesundheit und das Gesundheitswesen vielfach mit den Kosten für die Gesellschaft in Verbindung gebracht und gleichsam als challenge für das Gemeinwesen gesehen. Dies folgt wohl vor allem daraus, dass in den europäischen Gesundheitssystemen in erster Linie der Staat für die Finanzierung von Gesundheitsleistungen verantwortlich zeichnet. Das Gesundheitsbedürfnis der Menschen ist jedoch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, mit entsprechenden Auswirkungen auf Produktion, Wertschöpfung, Beschäftigung und öffentliche Einnahmen. Die Erstellung eines eigenen – ins Input-Output-System eingebundenen – Satellitenkontos für den Bereich Gesundheit ermöglicht detaillierte Angaben über die Güterstrom- und Finanzierungsverflechtungen sowie eine Darstellung der wirtschaftlichen Effekte. Das Satellitenkonto folgt dem Ziel, durch eine Extrahierung der relevanten Teilmärkte und Verdichtung dieser Informationen in einem „separaten“ Konto, den gesundheitsrelevanten Wirtschaftsteil in eine praktikable shape zu gießen. Um dabei die Vergleichbarkeit mit dem deutschen Gesundheitssatellitenkonto zu wahren, verwenden die Autoren die dort entwickelte Systematik, nehmen aber landesspezifische Anpassungen für Österreich vor, die letztlich auch in der unterschiedlichen Datenlage begründet sind.

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2006b). 1 Input-Output-Analyse 21 fungs- und Beschäftigungsmultiplikatoren berechnet werden, welche die Beziehung zwischen Endnachfrage und Gesamtgüterproduktion abbilden. Im Ergebnis liefert die Untersuchung die kumulierten Auswirkungen der betrachteten Ausgaben und Einrichtungen auf die Wirtschaft. Diese Auswirkungen werden zusätzlich zu den so genannten „Erstrundeneffekten“ über gesamtwirtschaftliche Verflechtungen multiplikativ verstärkt. Die ursprünglich getätigten Ausgaben induzieren Folgerunden- beziehungsweise Multiplikatoreffekte, da wiederum jeder Betrieb für die Herstellung seiner Produkte und Dienstleistungen Halbfabrikate sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von anderen Branchen benötigt.

Im Ergebnis liefert die Untersuchung die kumulierten Auswirkungen der betrachteten Ausgaben und Einrichtungen auf die Wirtschaft. Diese Auswirkungen werden zusätzlich zu den so genannten „Erstrundeneffekten“ über gesamtwirtschaftliche Verflechtungen multiplikativ verstärkt. Die ursprünglich getätigten Ausgaben induzieren Folgerunden- beziehungsweise Multiplikatoreffekte, da wiederum jeder Betrieb für die Herstellung seiner Produkte und Dienstleistungen Halbfabrikate sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von anderen Branchen benötigt.

3 Grundstruktur einer Verwendungstabelle. (Quelle: IHS HealthEcon und IHS Unternehmen, Branchen & Regionen (2013) Die Verwendungstabelle wird sowohl zu Herstellungspreisen als auch zu Anschaffungspreisen dargestellt. Der Unterschied besteht in der (Nicht-)Berücksichtigung von Handels- und Transportspannen bzw. Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen. Wie auch die Input-Output-Tabelle ist die Verwendungstabelle in Quadranten aufzuteilen. Auch hier stellt der 1. Quadrant die Vorleistungsstruktur dar, mit der Verwendung der Güter in den einzelnen Wirtschaftsbereichen.

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