Gesund, gesünder, Orthorexia nervosa: Modekrankheit oder by Christoph Klotter, Julia Depa, Svenja Humme

By Christoph Klotter, Julia Depa, Svenja Humme

In dem vorliegenden Buch wird erstmals im deutschsprachigen Raum dieses Essproblem, das sich als zwanghaftes und übertrieben gesundheitsbewusstes Essverhalten beschreiben lässt, ausführlich dargestellt. Dabei werden die gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen aufgezeigt und empirische Studien hierzu vorgestellt. Nicht nur das rigider werdende Schlankheitsideal, sondern auch die zunehmenden Gesundheitszwänge führen dazu, dass das Essverhalten kollektiv problematisiert ist. Zugleich verlagert sich die Identitätsfindung verstärkt auf das Essen. So nimmt es nicht Wunder, dass Essprobleme und Essstörungen weite Verbreitung finden, die zu sozialer Isolation und Mangelernährung führen können.

Show description

Read or Download Gesund, gesünder, Orthorexia nervosa: Modekrankheit oder Störungsbild? Eine wissenschaftliche Diskussion PDF

Best german_15 books

Virtuelle Arbeitsstrukturen und organisationales Commitment: Das Büro als entscheidender Faktor sozialer Identifikation

Raumflexible Arbeitskonzepte wie die Telearbeit lassen auf einen abnehmenden Stellenwert des Arbeitsraums Büro und auf eine Veränderung des Beziehungsgefüges zwischen Mitarbeiter und company schließen. Es stellt sich die Frage nach der Bindung eines Mitarbeiters an seinen Arbeitgeber und nach den Auswirkungen auf Leistungs- und Kündigungsbereitschaft.

Praxiswissen Gleitschleifen: Leitfaden für die Produktionsplanung und Prozessoptimierung

Dieses Fachbuch stellt sehr anschaulich und in verständlicher Sprache alle wichtigen Bereiche des Gleitschleifens dar. Viele Tabellen mit Richtwerten und Diagrammen geben konkrete Hinweise für die praktische Arbeit. In der aktuellen Auflage wurden die Kapitel zur Abwasserbehandlung und zu den Topf-Vibratoren deutlich erweitert.

Unternehmensberatung und Partizipation: Eine empirische Untersuchung in Krankenhausunternehmen

Peter Brückner-Bozetti geht der Frage nach, welchen Einfluss die Partizipation der Mitarbeitenden auf den Beratungsprozess in Unternehmen hat und kann mit seiner Studie ein komplexes Ursache-Wirkungsgeflecht darstellen. Dabei thematisiert der Autor insbesondere die Bedeutung der Integration von Fach- und Prozesskompetenz, die konkrete Gestaltung von Partizipation sowie die Handlungsstrategien der Akteure in Beratungsprozessen.

Additional resources for Gesund, gesünder, Orthorexia nervosa: Modekrankheit oder Störungsbild? Eine wissenschaftliche Diskussion

Example text

38). So verlassen viele Betroffene ihre eigenen vier Wände nicht mehr, brechen soziale Kontakte ab und gehen keinen anderen Tätigkeiten mehr nach. Der Vorgang, welcher zur selbst gewählten sozialen Isolation führt, ist ein vielstufiger Prozess.  11). Wenn ihnen diese Missionierung jedoch nicht gelingt, wenden sie sich meist von diesen Menschen ab, da sie das Gefühl besitzen, diesen aufgrund ihrer „gesunden, bestmöglichen“ Lebensweise überlegen zu sein.  37). Die soziale Isolation wird zudem gefördert, indem keine Mahlzeiten Außer-Haus verzehrt werden.

Außerdem kommt es wegen dem Essverhalten zu einer Einschränkung im psychosozialen Bereich. Betroffene meiden zum Beispiel Essenssituationen mit Freunden oder Familien. Oder sie haben Probleme in der Schule bzw. an der Arbeit, weil ihr Essverhalten sie einschränkt gemeinsam zu essen oder ausreichend Zeit zu haben, um ihre Aufgaben zu erfüllen. ). ). Orthorexia nervosa könnte folglich gut unter diese Essstörungskategorie subsummiert werden. ). 3 Orthorexia eine Kombination aus einer Zwangs- und Essstörung?

Bratmans Zitat veranschaulicht das Dilemma und die innere Zerrissenheit vieler Orthorektiker.  31). 3 Fallbeispiel einer jungen Orthorektikerin Verdeutlicht werden können die fatalen Folgen von Orthorexia nervosa am Beispiel einer 28-Jährigen Spanierin (Zamora et al. 2005). Diese hatte bei einer Körpergröße von 1,59 m, ein Gewicht von 27 kg (dies entspricht einem BMI von 10,7). Als sie mit 14 Jahren an starker Akne erkrankte, begann sie jegliche Fette aus ihrer Ernährung zu eliminieren. Im Laufe der Zeit folgten Fleisch, Milch und Eier.

Download PDF sample

Rated 4.56 of 5 – based on 34 votes