Ethnowissen: Soziologische Beiträge zu ethnischer by Dr. Marion Müller, Dr. Dariuš Zifonun (auth.), Dr. Marion

By Dr. Marion Müller, Dr. Dariuš Zifonun (auth.), Dr. Marion Müller, Dr. Dariuš Zifonun (eds.)

Ethnizität und Migration gehören mittlerweile zu den Grundthemen der Soziologie. Vor dem Hintergrund einer genuin wissenssoziologischen Perspektive diskutieren die Autorinnen und Autoren des Bandes die Verbreitung von Ethnizität als soziologisches Konzept sowie dessen Verwendungsmöglichkeiten im Kontext von Migration. Dabei wird Ethnizität als gleichermaßen soziales wie kognitives Phänomen begriffen, als prinzipiell kontingentes Beobachtungs- und Deutungsmuster der sozialen Welt. Folglich bezeichnet Ethnowissen die Gesamtheit der gesellschaftlichen Kommunikationsprozesse und kollektiven Wissensbestände, die für die Herstellung und Deutung ethnischer Differenzierungen verwendet werden. Neben deutschsprachigen Originalbeiträgen präsentiert der Band wichtige Texte der amerikanischen Diskussion erstmals in deutscher Übersetzung.

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Dieser Blickwinkel war sicher zu Beginn der US-amerikanischen Soziologie dominierend im Sinne der Reflexion über den Aufstieg und Abstieg von ‚Rassen‘ auf der Weltbühne und ging dann zunehmend in seiner Bedeutung zurück. Mit den Diskussionen über Dekolonialisierungsprozesse seit Mitte der 1960er Jahre erhielt diese Perspektive mehr Bedeutung und wird heute oft und gern mit einer Betonung der individuellen Zugehörigkeitsperspektive kombiniert. Blickt man auf das Werk Du Bois’, so ist eine Soziologie der ‚Ethnizität‘ und ‚Rasse‘ nicht ohne die Behandlung aller drei Ebenen möglich, eine Aufgabe, die das Nachdenken über ‚Ethnizität‘ zu einem des Öfteren recht komplexen, aber auch sehr spannenden Unternehmen macht.

1, S. 48-64 Schiffauer, Werner (1983): Die Gewalt der Ehre: Erklärungen zu einem deutsch-türkischen Sexualkonflikt. Frankfurt a. M. Schiffauer, Werner (2008): Ein Ehrdelikt – Zum Wertewandel bei türkischen Einwanderern. In: Schiffauer, Werner: Parallelgesellschaften: Wie viel Wertekonsens braucht unsere Gesellschaft? Für eine kluge Politik der Differenz. Bielefeld, S. 21-48 Schönwälder, Karen/Söhn, Janina (2009): Immigrant Settlement Structures in Germany: General Patterns and Urban Levels of Concentration of Major Groups.

Der afroamerikanische Mittelstand habe sich in Lebenslage und Einstellungen völlig von einer schwarzen Ghettobevölkerung abgelöst, die aber in der Öffentlichkeit immer noch als Prototyp afroamerikanischer Lebensweisen galt. 50ȱȱ ȱ Mathias Bös Aus Sicht der ‚race and ethnic relations‘-Forschung war die Phase zwischen 1969 und 1989 in gewisser Weise zweigeteilt. B. in Bezug auf die Gruppe der Afroamerikaner versucht, sozialer Ungleichheit durch ‚affirmative action‘ zu begegnen. In den 1980er Jahren unter Reagan erstarkte das amerikanische Selbstbewusstsein wieder, aber die Chancen zur Implementierung sozialpolitischer Maßnahmen zur Ungleichheitsbekämpfung sanken dramatisch.

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