Empirische Kultursoziologie: Festschrift für Jürgen Gerhards by Jörg Rössel, Jochen Roose

By Jörg Rössel, Jochen Roose

Der Band umreißt das weite Feld der empirisch verfahrenden Kultursoziologie und lotet seine Diagnosekraft aus. Im deutschsprachigen Raum ist die Kultursoziologie stark durch geisteswissenschaftliche Perspektiven geprägt. Jürgen Gerhards hat wegweisend dazu beigetragen, die in der internationalen Sozialwissenschaft etablierte empirisch ausgerichtete examine von kulturellen Phänomenen vorwärtszutreiben und ihr auch in der deutschsprachigen Soziologie einen herausragenden Stellenwert zu verschaffen. Dieser Band versammelt Beiträge, die an seine theoretischen, konzeptuellen und methodischen Arbeiten anknüpfen und in unterschiedlichen Feldern der Kultursoziologie weiterführen. Quantitative und qualitative Studien zeigen das Potenzial empirischer kultursoziologischer Forschung in so unterschiedlichen Bereichen wie Kulturkonsum, politischer Kultur, Öffentlichkeit oder Europäisierung auf.

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Zur Erfassung des Musikkapitals wurden Indikatoren musik- und szenebezogener Aktivitäten (6 Items), des Musikwissens (regelmäßige Lektüre einer Zeitschrift für elektronische Musik) und des Objektbesitzes (Größe der Tonträgersammlung) formuliert (vgl. Tabelle 2, oberes und mittleres Drittel). Jeweils rund ein Viertel der SMS-Besucher haben schon als DJ Platten aufgelegt, einen Club oder öffentliche Partys organisiert oder in einem Club gearbeitet. 18 % haben bereits Musik produziert; 14 % waren in einer Band aktiv.

Der Übergang dorthin ist fließend und gekennzeichnet durch das Experimentieren mit Drogen, die breite Vernetzung in der Szene und die Kultivierung von Musikkapital. Nicht von ungefähr findet sich an der Schnittstelle die Vorliebe für den Afterhour-DJ Ricardo Villalobos und seine perkussiven Interpretationen des damals noch relativ jungen Genres Minimal. Neben diesen vier Segmenten ist die Gruppe der „Normalbesucher“ zu beachten, die sich nahe beim Achsenkreuz befindet und durch Modalitäten gekennzeichnet ist, die im Publikum besonders häufig auftreten, beispielsweise Vorlieben für Techno, House und Electro sowie ein ausgeprägtes Interesse am Tanzen.

Vielmehr kann das besondere Interesse junger Erwachsener an diesen Veranstaltungen als Initiationsritual verstanden werden: Erlebnisse des gemeinschaftlichen Musikkonsums und Tanzens, des Alkoholkonsums und Flirtens gehören zum normativen Programm des Erwachsenwerdens in modernen Gesellschaften. Die Verteilung der Bildungsabschlüsse hat einen klaren Gipfel im mittleren Bereich: 38 % der Besucher weisen die Mittlere Reife auf. Daneben haben 11 % maximal den Hauptschulabschluss erreicht, 18 % das Abitur (ohne anschließendes Studium), 5 % einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss.

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