Einführung zu Gadamer (UTB für Wissenschaft 2139) by Jean Grondin

By Jean Grondin

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Unter Absehung ihrer moralischen oder kognitiven Dimension. Es steht außer Zweifel, daß diese Bewußtseinsstellung zur Autonomisierung der Kunst in der Moderne gefUhrt hat. Die moderne Kunst ist ohne sie unvorstellbar. Gadamer wird dies zwar nicht in Abrede stellen, aber diese Au-· tonomie hat nach seiner Überzeugung einen Preis: sie bringt die Kunst um ihren »Wahrheitsanspruch«, wie es in Wahrheit und Methode vor allem heißt, d. h. um ihre wirkliche »Aussage«, wie es später bevorzugt lauten wird.

Sie sind aber aus einem weiteren wichtigen Grund in den Kantischen Prozeß integriert: Von seiner Warte aus entbehrt von nun an das unmethodische Wissen der humanistischen Tradition jeglicher Legitimation. Das »Geschmackswissen« ist offenbar keine Wissenschaft, 22 Vgl. dazu R. Makkreel, »Kant, Dilthey, and the Idea of a Critique of Historical ]udgment«, in Dilthey-jahrbuch 10 (1996),61-79. In seinem Buch Imagination and Interpretation in Kant. The Hermeneutical Import of the «Critique ofJudgment» (Chicago University Press, 1990) hatte Makkreel bereits gezeigt, daß die Unterscheidung zwischen dem Verstehen der Geistes- und dem Erklären der Naturwissenschaften der Sache nach auf die kantische Unterscheidung zwischen den bestimmenden und den reflektierenden Urteilen in der dritten Kritik zurückging: während die ersten das Einzelne unter ein Gesetz subsumieren, verfahren die reflektierenden Urteile hermeneutischer, indem sie das gegebene Einzelne in einen größeren Bedeutungsrahmen einzuordnen versuchen, der aber nie gegeben ist.

Band, Platon im Dialog, ist vielleicht der erfrischendste der gesamten Ausgabe, weil er das reife Platobuch bietet, das sich Heidegger immer von Gadamer erhoffte. Geduld hat sich bei Gadamer stets gelohnt. Die zwei folgenden Bände bringen Gadamers Studien zur Ästhetik (Band 8 ist theoretischer Natur, während Band 9 konkrete Einzelinterpretationen vorführt). Es wäre irrsinnig, darin - wie nicht unüblich - eine Anwendung der hermeneutischen Methode von Gadamer zu sehen. Sie bilden viel eher die Inspiration derselben, wenn man überhaupt von einer hermeneutischen »Methode« sprechen darf.

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