Drittmittelwettbewerb im universitären Forschungssektor by Nicolas Winterhager

By Nicolas Winterhager

Neben dem traditionellen Wettbewerb um persönliche Anerkennung (Reputation) müssen Wissenschaftler an deutschen Universitäten in zunehmendem Maße auch um materielle Ausstattung für die Forschung konkurrieren – insbesondere um Drittmittel. Der Autor untersucht anhand von Leitfadeninterviews, wie sich steigender Drittmittelwettbewerb auf das Verhalten von Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachgebiete – der Grünen Biotechnologie einerseits und der Mittelalterforschung andererseits – auswirkt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Drittmitteleinwerbung bei den Biotechnologen eine unabdingbare Voraussetzung zur Durchführung von Forschung ist, während sie in der Mittelalterforschung zusätzlich als sign dient, um Leistungsfähigkeit gegenüber Außenstehenden zu demonstrieren und die Legitimation des Fachgebietes zu erhöhen.

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Bei wirtschaftlichen Handlungen ist niemals abzusehen, welche Bemühungen bzw. „Aktionsparameter“ (Delhaes 1987, S. “ (Delhaes/Fehl 1997, S. 5) letztlich zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Ebenso besteht aus Nachfragesicht Ungewissheit darüber, welche Güter für die jeweiligen Bedürfnisse adäquat sind bzw. welche die Befriedigung der Bedürfnisse besser erfüllen als andere. Ungewissheit und Wettbewerb sind untrennbar miteinander verbunden, da beide die parallelen Aktivitäten mehrerer Akteure voraussetzen.

5). Abbildung 2: Erfolgsquoten bei der DFG Entwicklung der Förder- und Bewilligungsquoten für Einzelanträge bei der DFG (1995– 2009)19 80 72,2 70 58,6 59 60 49,7 50 40 48,2 30 46,3 51,1 52,4 37 36,6 2006 2009 46,8 36,3 35,1 20 32,2 10 0 1995 1998 2000 2002 2004 Förderquote Bewilligungsquote Quelle: DFG 1995, 1998, 2000, 2002, 2004, 2006, 2009 19 Teilweise bestehen Einschränkungen in der Vergleichbarkeit der Zahlen, was in der unterschiedlichen Ausweisung der Statistiken durch die DFG im Zeitverlauf begründet liegt.

Auf Monopolmärkten besteht aus Sicht der Nachfrager daher keine Substitutionsmöglichkeit, weswegen sich für sie eine hochgradige Abhängigkeit vom Monopolanbieter entwickelt. “ (Delhaes 1987, S. 551) Auf Gütermärkten kann der Wettbewerb nun dazu dienen, insbesondere über die Preisbildung die Ungewissheit zu verringern. Vor allem seit den Arbeiten Friedrich von Hayeks und des Wiederaufgreifens der sogenannten Österreichischen 28 Die Anzahl der nachgefragten Güter muss prinzipiell höher sein als die Anzahl der zu verteilenden Güter (knappe Ressourcen), damit Wettbewerb entstehen kann.

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