Die Verwirrungen des Zöglings Törless by Robert Musil

By Robert Musil

ВЂћDie Verwirrungen des ZГ¶glings TГ¶rleß“ (1906) ist Robert Musils erster Roman, autobiografisch geprГ¤gt und die Geschichte eines heranwachsenden Beamtensohnes wГ¤hrend der Zeit der okay. u. ok. Monarchie erzГ¤hlend. Der junge TГ¶rleГџ wird von seinen Eltern auf ein katholisches Internat geschickt. Als dort sein MitschГјler Basini beim Diebstahl erwischt wird, nutzen zwei weitere SchГјler diese Gelegenheit und beginnen Basini Гјber lГ¤ngere Zeit physisch und psychisch zu quГ¤len. Auch TГ¶rleГџ kann sich der Faszination des Folterns nicht entziehen. Vor dem Hintergrund der gravierenden ErschГјtterungen in den Geistes- und Naturwissenschaften zu Beginn der „Moderne“ ist die PubertГ¤t das zentrale Motiv des Romans. Er stellt Musils Versuch dar, die KomplexitГ¤t im Erleben und Verhalten Heranwachsender zu literarisieren.

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Törleß gab ihr eines der Silberstücke, die er am Nachmittage von seiner Mutter erhalten hatte. Sie holte vom Fensterbrett einen zerbeulten Schnellsieder und zündete den Spiritus an; dann stieg sie langsam und schlürfend die Treppe hinunter. Beineberg stieß Törleß an. „Warum bist du denn so fad? “ „Lass mich aus dem Spiel“, bat Törleß, „ich bin nicht aufgelegt. Unterhalte nur du dich mit ihr. “ „Seit sie weiß, wie ich heiße, behauptet sie, einmal bei meiner Tante in Dienst gewesen zu sein und meine Mutter gekannt zu haben.

Wie er aber die Feder aus der Hand legte, war alles vorbei; gewissermaßen nur in der Bewegung lebte sein Geist. Daher war es ihm auch möglich, ein Gedicht oder eine Erzählung wann immer, auf jede Aufforderung hin, niederzuschreiben. Er regte sich dabei auf, aber trotzdem nahm er es nie ganz ernst, und die Tätigkeit erschien ihm nicht wichtig. Es ging von ihr nichts auf seine Person über, und sie ging nicht von seiner Person aus. Er hatte nur unter irgendeinem äußeren Zwang Empfindungen, die über das Gleichgültige hinausgingen, wie ein Schauspieler dazu des Zwanges einer Rolle bedarf.

Ob für später bei dem einen etwas davon zurückbleibt oder bei dem andern nichts, ist gleichgültig; dann findet sich schon jeder mit sich ab, und die Gefahr besteht nur in dem Alter des Überganges. Wenn man da solch einem jungen Menschen das Lächerliche seiner Person zur Einsicht bringen könnte, so würde der Boden unter ihm einbrechen, oder er würde wie ein erwachter Nachtwandler herabstürzen, der plötzlich nichts als Leere sieht. Diese Illusion, dieser Trick zugunsten der Entwicklung fehlte im Institute.

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