Depression – Medien – Suizid: Zur empirischen Relevanz von by Sebastian Scherr

By Sebastian Scherr

Sebastian Scherr führt vor dem Hintergrund der zahlreichen Studien zum Werther-Effekt die theoretischen Überschneidungen der Modellvorstellung von melancholy und Suizidalität in ein integratives handlungstheoretisches Modell im Medienkontext zusammen. Er überprüft dieses mithilfe empirischer Untersuchungen. Dabei spielen Depressionen, die individuelle Suizidalität sowie die Mediennutzung, Medienrezeption und Medienwahrnehmung eine zentrale Rolle. Die Studie zeigt: Suiziddarstellungen in den Medien haben nicht auf alle Rezipienten eine gleichförmige, schädliche Wirkung. Vielmehr ist ein komplexes Zusammenspiel aus spezifischer Medienzuwendung und individuellen Personenmerkmalen dafür verantwortlich, welchen Einfluss Medien auf die individuelle Suizidalität entfalten.

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Die Verbindung zwischen Computer-Spielsucht und geringer Lebenszufriedenheit bei Festl, Scharkow & Quandt, 2013). Zusammenfassend bestätigt sich das zweigeteilte Bild von Chancen und Gefahren. Studien zeigen, dass das Internet einerseits eine Quelle sozialer Unterstützung sein kann, wo Problemlösungsstrategien vermittelt werden, andererseits die Internetnutzung aber nicht mit einer Verminderung von Stress einhergeht, sondern stattdessen mit einem Gefühl von Hoffnungslosigkeit und vermehrten Suizidgedanken.

Impulsivität) oder strukturellen Merkmalen (z. B. Zugang zu einer bestimmten Suizidmethode) ausschlaggebend sein. Auch in der TPB ist die Intention bzw. Motivation, ein bestimmtes Verhalten auszuüben, eine wichtige Triebfeder. Einstellungen, subjektive Normvorstellungen und die wahrgenommene Kontrolle des eigenen Verhaltens determinieren wiederum die Verhaltensintention. Verhaltensbezogene Einstellungen sind positive oder negative Evaluationen des eigenen Verhaltens und subjektive Normen nehmen Bezug zum sozialen Druck, der auf einer Person lastet und beeinflusst, ob ein bestimmtes Verhalten ausgeübt wird.

Bronisch & Wolfersdorf, 2012, S. 44; De Leo, Burgis, Bertolote, Kerkhof & BilleBrahe, 2006, S. 10). In der europaweiten Studie wurden beispielsweise 14 verschiedene Intentionen für suizidale Verhaltensweisen abgefragt. Es wurde gezeigt, dass die Intention für Suizidalität vielschichtig und multikausal ist (Schmidtke, BilleBrahe, De Leo & Kerkhof, 2004). Daher ist eine Differenzierung nach der Intention zu sterben nicht pauschal möglich. 1 SUIZIDE UND SUIZIDALITÄT 47 ven für den Suizid (z. B. ), Differenzierungen der medizinischen Letalität (die aus medizinischer Sicht abgeschätzte Wahrscheinlichkeit zu sterben) sowie weitere sozioepidemiologische Variablen (wie z.

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