Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken by Daniel Paul Schreber

By Daniel Paul Schreber

Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken nebst Nachträgen und einem Anhang über die Frage; »Unter welchen Voraussetzungen darf eine für geisteskrank erachtete individual gegen ihren erklärten Willen in einer Heilanstalt festgehalten werden?«
Vorwort Offener short an Herrn Geh. Rat Prof. Dr. Flechsig.
Einleitung
I. Gott und Unsterblichkeit
II. Eine Krisis der Gottesreiche? Seelenmord
III. Dieses III. Kapitel wurde mit Rücksicht auf Schrebers Familie vom Druck ausgeschlossen.
IV. Persönliche Erlebnisse während der ersten und im Beginn der zweiten Nervenkrankheit
V. Fortsetzung. Nervensprache (innere Stimmen). Denkzwang. Entmannung unter Umständen ein Postulat der Weltordnung
VI. Persönliche Erlebnisse, Fortsetzung. Visionen. »Geisterseher«
VII. Persönliche Erlebnisse, Fortsetzung; eigenartige Krankheitserscheinungen. Visionen
VIII. Persönliche Erlebnisse während des Aufenthalts in der Dr. Pierson'schen Anstalt. »Geprüfte Seelen«
IX. Überführung nach dem Sonnenstein. Veränderungen in dem Strahlenverkehr. »Aufschreibesystem«; »Anbinden an Erden«
X. Persönliche Erlebnisse auf dem Sonnenstein. »Störungen« als Begleiterscheinungen eines Strahlen Verkehrs. »Stimmungsmache«
XI. Schädigung der körperlichen Integrität durch Wunder
XII. Inhalt des Stimmengeredes. »Seelenauffassung«. Seelensprache. Fortsetzung der persönlichen Erlebnisse
XIII. Seelenwollust als Faktor der Anziehung. Folgeerscheinungen
XIV. »Geprüfte Seelen«; Schicksale derselben. Persönliche Erlebnisse, Fortsetzung
XV. »Menschen-« und »Wunderspielerei«. Hilferufe. Sprechende Vögel
XVI. Denkzwang. Äußerungen und Begleiterscheinungen desselben
XVII. Fortsetzung des Vorigen; »Zeichnen« im Sinne der Seelensprache
XVIII. Gott und die Schöpfungsvorgänge; Urzeugung; gewunderte Insekten. »Blickrichtung«. Examinationssystem
XIX. Fortsetzung des Vorigen. Göttliche Allmacht und menschliche Willensfreiheit
XX. Egozentrische Auffassung der Strahlen in betreff meiner individual. Weitere Gestaltung der persönlichen Verhältnisse
XXI. Seligkeit und Wollust in ihrer gegenseitigen Beziehung. Folgerungen aus diesem Verhältnisse für das persönliche Verhalten
XXII. Schlußbetrachtungen. Ausblick in die Zukunft
Nachträge, erste Folge. (Oktober 1900 bis Juni 1901.) I. Wunder betreffend. (Oktober 1900.)
Nachträge, zweite Folge. (Oktober und November 1902.)
Anhang Nachschrift.
[Gutachten] A. Gerichtsärztliches Gutachten.
Beilagen zu Schrebers »Denkwürdigkeiten«
Bibliographie A. Zu Daniel Gottlieb Moritz Schreber

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Der Verfasser. Offener Brief an Herrn Geh. Rat Prof. Dr. Flechsig. Hochverehrter Herr Geh. Rat! In der Anlage gestatte ich mir, Ihnen ein Exemplar der von mir verfaßten »Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken« zu überreichen mit der Bitte, dieselben einer wohlwollenden Prüfung zu unterwerfen. Sie werden finden, daß in meiner Arbeit, namentlich in den ersten Kapiteln, Ihr Name des öfteren genannt worden ist, zum Teil in Zusammenhängen, die geeignet sein könnten, Ihre Empfindlichkeit zu berühren. Ich bedauere dies selbst auf das Lebhafteste, vermag aber leider nichts daran zu ändern, wenn ich nicht die Möglichkeit eines Verständnisses meiner Arbeit von vornherein ausschließen will.

Die zweite Folge der Nachträge Ende 1902. In der Zeit, die seit dem ersten Beginn der Arbeit verflossen ist, haben sich meine äußeren Lebensschicksale wesentlich verändert. Während ich anfangs noch in fast gefänglicher Absperrung lebte, namentlich vom Umgang mit gebildeten Menschen, selbst von der (den sog. , ist mir nach und nach eine größere Bewegungsfreiheit eingeräumt und der Verkehr mit gebildeten Menschen in immer steigendem Maße ermöglicht worden.  März 1900 ergangene Entmündigungsbeschluß des Königl.

Den Zwecken der Läuterung unreiner Menschenseelen scheint auch die Seelenwanderung gedient zu haben, die, wie ich nach verschiedenen Erlebnissen anzunehmen Grund habe, in ausgedehntem Maße stattgefunden hat. Die betreffenden Menschenseelen wurden dabei auf anderen Weltkörpern, vielleicht mit einer dunklen Erinnerung an ihre frühere Existenz, zu einem neuen menschlichen Leben berufen, äußerlich vermutlich im Wege der Geburt, wie es sonst bei Menschen der Fall ist. ) gedient hat. Von den zu mir sprechenden Stimmen genannt oder sonst auf andere Weise bekannt geworden sind mir einige Fälle, wo die Betreffenden in dem späteren Leben eine wesentlich niedrigere Lebensstellung als in den früheren eingenommen haben sollen, worin vielleicht eine Art Bestrafung gelegen haben mag.

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