Blutmusik: Roman by Greg Bear, Wolfgang Jeschke

By Greg Bear, Wolfgang Jeschke

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Bisher war es halbwegs geglückt, aber was nützte das, wenn er nun gezwungen wurde, das Experiment abzubrechen und die Ergebnisse zu zerstören? Er steckte die Aufzeichnungen in einen Karton und versiegelte ihn mit Klebeband. Auf Hazels Seite des Labors fand er ein Klebeetikett an einem Dewargefäß – OVERTON, NICHT ENTFERNEN – und zog es ab. Dann klebte er es auf seine Schachtel und stellte diese in neutralem Territorium neben der Spüle ab. Dann machte er sich daran, die Glasbehälter zu waschen und seine Seite des Labors aufzuräumen.

Glücklicherweise war die Klimaanlage so gut, daß sein Heuschnupfen sich nicht bemerkbar machte. Er hatte den Abend hauptsächlich damit verbracht, die unglaubliche Vielfalt – und unterliegende Gleichförmigkeit – der Taktiken zu beobachten, deren sich das männliche Tier bediente, um das weibliche für sich zu gewinnen. Er fühlte sich unbeteiligt, in einer objektiven und etwas einsamen Sphäre, die zu verlassen er nicht geneigt war. Warum also, fragte er sich, war er überhaupt hierher gekommen? Warum suchte er Lokale dieser Art auf?

Vergil hingegen kümmerte es wenig, was andere Leute dachten, solange sie nicht aktiv in seine Pläne eingriffen. Candice akzeptierte und erfuhr. Vergil zündete und beobachtete. Er beneidete sie. Wie sehr wünschte er sich eine Linderung der ständig mahlenden Gedanken und Pläne und Sorgen, der Verarbeitung von Information, um neue Einsichten zu gewinnen. Wie Candice zu sein, wäre eine Erholung. Candice wiederum sah in ihm unzweifelhaft einen Anreger und Beweger. Sie führte ihr eigenes Leben, mit wenigen Plänen, ohne viel Nachdenken und ohne irgendwelche Skrupel… Gewissensbisse waren ihr so fremd wie selbstkritische Betrachtungen.

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