Bildungsbenachteiligung und das Potenzial von Schule und by Michael Pfeifer

By Michael Pfeifer

Eine Erkenntnis, die die großen, vergleichenden Schulleistungsstudien vermittelt haben, lautet: Für Schülerinnen und Schüler aus sozioökonomisch benachteiligten Familien verstärkt sich in der Schule eher die Erfahrung von Bildungsungerechtigkeit, als dass dieser entgegenwirkt wird. Die Frage, inwieweit dies geändert werden kann bzw. welches Potenzial Schule und Unterricht haben, um bisher benachteiligten Schülergruppen bessere Bildungschancen zu geben, steht im Zentrum dieser Darstellung. Auf der foundation einer examine zum Bereich 'Lesekompetenz' werden einzelne Interventionsstrategien vorgestellt.

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Aus der Perspektive der Didaktik und der Lehr-Leroforschung wurden Unterrichtsmerkmale benaont, die fiir eioe Charakterisiernng undAna1yse von Unterricht von Nutzen siod. Mittels dieser Merkmale konaten im weiteren zwei Konzepte beschrieben werden, das des lehrergeleiteten und das des schülerzentrierten Unterrichts, welche durch die Didaktik aber auch durch die Lehr-Leroforschung nachhaltig beforseht wurden. Als eio weiteres drittes Konzept wurde der konstruktivistische Unterricht näher beleuchtet Diese drei Unterrichtskonzepte bilden die zentralen Momente der aktuellen Debatte zur Verbesserung von Unterrichtsqualität (Schaumburg, 2003).

Weinert (1997) identifiziert im Hinblick auf das Vorhandensein von vorhandenen Lern- und Leistoogsdifferenzen vier Reaktionsmöglichkeiten: I. 2. Ignorieren der Lern- und Leistungsunterschiede (passive Reaktionsform), Anpassung der Schüler an die Anforderungen des Unterrichts (substitutive 3. Reaktionsform), Anpassung des Unterrichts an die lemrelevanten Unterschiede zwischen den 4. Schülern (aktive Reaktionsform), Gezielte Förderung der einzelnen Schüler durch adaptive Gestaltung des Unterrichts (proaktive Reaktionsform).

Wobei sich derartige vergleichende Analysen aufgrund der unterschiedlichen Zielsetzungen von traditionellem und konstruktivistischem Unterricht auch schwierig gestalten (Dnit, 1995). Die bishe- 44 2. Theorie und Empirie rigen Befunde von Evaluationen konstruktivistischer Ansätze sind heterogen. So zeigt sich, dass Schüler mit der Analyse und Bearbeitung komplexer Problemsituationen und bei der Anwendung von Meta-Strategien überfordert sind. Weiterhin zeigen sich Probleme bei der Selbstorganisation der Schülerinnen und Schüler (Dubs, 1995).

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