Arbeits- und Sozialpolitik in Polen: Interessenvermittlung by Martin Krzywdzinski

By Martin Krzywdzinski

Ist Polen das trojanische Pferd einer deregulierten Arbeitspolitik und einer geringen sozialen Sicherung in der Europäischen Union? Martin Krzywdzinski untersucht mit netzwerkanalytischen Methoden die politischen Entscheidungsprozesse sowie den Wandel der Interessen- und Kräftekonstellation im Politikfeld Arbeit und Soziales in Polen seit 1989.

Show description

Read or Download Arbeits- und Sozialpolitik in Polen: Interessenvermittlung und politischer Tausch in einem umkÄmpften Politikfeld PDF

Similar german_11 books

Ökumene und Gemeinde: Untersuchungen zum Alltag in Kirchengemeinden

InhaltDas Buch untersucht die Entwicklung der Beziehungen zwischenevangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Zeitraum von 1983 bis 1999in fünf Stadtteilen mit unterschiedlicher Sozialstruktur. Es fällt auf, wie stark die Kirchengemeinden ein Spiegelbildihrer sozialräumlichen Umwelt, ihrer Probleme und Auseinandersetzungen mitherausfordernden gesellschaftlichen Entwicklungen im Nahbereich darstellen.

Kriminal-politik: Unter redaktioneller Mitarbeit von Matthias Gasch

Kriminalpolitik wird von den Autoren des Buches als ein Politik-Programm verstanden, welches die Strategien, Taktiken und Sanktionsinstrumente beschreibt, mit denen die Institutionen der Inneren Sicherheit eine Optimierung der Verbrechenskontrolle zu erreichen versuchen. Derzeit sind Tendenzen zu beobachten, wonach sich die bislang nationwide und staatlich ausgerichteten Kriminalpolitiken „entgrenzen“: sichtbar vor allem in der zunehmenden Europäisierung der Inneren Sicherheit, beobachtbar aber auch anhand der steigenden Einbeziehung kommerzieller Akteure in die Produktion öffentlicher Sicherheit.

Extra resources for Arbeits- und Sozialpolitik in Polen: Interessenvermittlung und politischer Tausch in einem umkÄmpften Politikfeld

Example text

Auch Offe/Wiesenthal 1980: 77). Als Resultat dieser Machtbeziehung begrenzen die Lohnabhängigen ihre Lohnansprüche auf eine für die Unternehmen akzeptable Höhe – der Rest des Sozialprodukts wird als Profit durch die Unternehmen angeeignet. Die Grundlagen dieser Machtbeziehung sind die durch Eigentumsrechte verbriefte Kontrolle der Kapitalbesitzer über den Produktionsprozess und ihr Zugang zu Geldfonds, die ihnen die Möglichkeit eröffnen, den Produktionsprozess umzugestalten und durch Einsatz neuer Produktionsmittel zu rationalisieren.

Dabei besteht auch die theoretische Möglichkeit, dass Systemgrenzen verletzt oder Reproduktionsanforderungen nicht erfüllt werden. Nach der Aufgabe einer funktionalistischen Argumentationsstrategie gibt es somit keinen direkten Weg mehr von der allgemeinen marxistischen Theorie des Staates bzw. der Politik zu der empirischen Analyse konkreter Interessenvermittlungssysteme. Zwischen der allgemeinen Formanalyse des Staates und der empirischen Analyse politischer Prozesse gibt es eine Kluft, für deren Überbrückung es zur Zeit keine Ansätze gibt.

Auf dieses Argument kann entgegnet werden, dass die Differenzierung der politischen und der ökonomischen Systeme nur eine Seite der Medaille ist, und ihre Interdependenz die andere. Die hohe Interdependenz der Systeme erfordert eine genaue Kalkulation der ökonomischen Wirkungen staatlicher Maßnahmen. Da aufgrund der institutionellen Autonomiegarantien für das ökonomische System den politischen Akteuren kaum Möglichkeiten offen stehen, ökonomische Prozesse – mit den Worten der Policy-Analyse – per Gebotsoder Verbotssteuerung zu kontrollieren, müssen die Zielgenauigkeit und Effektivität der verbleibenden Optionen der Steuerung per Anreize und per Angebote (vgl.

Download PDF sample

Rated 4.78 of 5 – based on 23 votes