Angst und Persönlichkeit. Das Konzept vom steuernden Objekt by Karl König

By Karl König

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Durchaus mit der Annahme einer allgemeinen Ich-Schwäche vereinbar ist die interessante Arbeit von Levitan (1974), der die Traumserie einer phobischen Patientin untersuchte: In den 5 Ergänzend sei hier angemerkt, daß eine solche "Lücke" nicht nur Folge von Verdrängung, sondern auch Folge des Einsatzes anderer Abwehrmechanismen sein kann: auch bei Projektion oder Verschiebung steht dem Ich des Patienten ein bestimmter Triebimpuls nicht zur Verfügung; man kann ihn aber in seinen Umwandlungen wiederfinden.

Diese innere Schutzbarriere kann durch eine äußere umschließende Umgebung wie zum Beispiel die Wohnung ersetzt werden. Das gilt für den agoraphoben Patienten. Beim claustrophoben Patienten - und nach Weiss sind Agoraphobie und Claustrophobie immer gleichzeitig vorhanden, eine Beobachtung, die ich nicht bestätigen kann - ist das Bedürfnis größer, der Triebspannung Abfuhr zu verschaffen und deswegen kann er gerade eine Umgebung nicht ertragen, die umschließenden Charakter hat. Gleichzeitig will Weiss die Erklärungsmöglichkeit nicht ausschließen, daß der Claustrophobe fürchten kann, in den Mutterleib zu regredieren.

Mit seiner Auffassung der Funktion des Begleiters als "IchP~othese:' vertritt Weiss (1957) zwei verschiedene Auffassungen. Emmal SIeht er den Begleiter als Ersatz für "entichte" Körperteile, zum Beispiel für den Penis - in Gegenwart des Begleiters fühlt der Patient sich dann vollständiger - und zum anderen als alloplastische Ersatzfiguren für das Ich im Falle eines Zusammenbruchs. Mit dieser Auffassung kommt er dem Konzept des steuernden Objekts schon nahe, doch mit einem wesentlichen Unterschied: In meiner Auffassung substituiert die "alloplastische Ersatzfigur" eine mangelhaft entwickelte Ich-Struktur und verhindert dadurch Willkürhandeln, so daß die Angst und damit der Zusammenbruch im Sinne eines Zustandes der Hilflosigkeit gar nicht auftritt.

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