Aggression: Verstehen und bewältigen by Evelyn Heinemann

By Evelyn Heinemann

Aggression kann individuell, aber auch in der Gruppe oder als Massenphänomen auftreten. Wie läßt sich ihre Entstehung psychologisch erklären?
Dieses Buch beginnt mit Äußerungen eines jungen Gewalttäters, der über sein Leben und seine Gefühle spricht. An seinem Beispiel erläutert Evelyn Heinemann die verschiedenen psychologischen Aggressionstheorien. Im Kontrast mit dem Aggressionsverhalten in Jamaika und Palau zeigt sie, wie Aggression durch Sozialisationsbedingungen gefördert oder bewältigt wird. Die unterschiedlichen Formen, in denen Männer und Frauen Aggressionen äußern, und der Einfluß der heutigen Überflußgesellschaft auf die Entstehung von Aggressivität werden dargestellt. Schließlich werden therapeutische Wege aufgezeigt, die einen Ausweg aus der Gewalt eröffnen können.

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Ökumene und Gemeinde: Untersuchungen zum Alltag in Kirchengemeinden

InhaltDas Buch untersucht die Entwicklung der Beziehungen zwischenevangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Zeitraum von 1983 bis 1999in fünf Stadtteilen mit unterschiedlicher Sozialstruktur. Es fällt auf, wie stark die Kirchengemeinden ein Spiegelbildihrer sozialräumlichen Umwelt, ihrer Probleme und Auseinandersetzungen mitherausfordernden gesellschaftlichen Entwicklungen im Nahbereich darstellen.

Kriminal-politik: Unter redaktioneller Mitarbeit von Matthias Gasch

Kriminalpolitik wird von den Autoren des Buches als ein Politik-Programm verstanden, welches die Strategien, Taktiken und Sanktionsinstrumente beschreibt, mit denen die Institutionen der Inneren Sicherheit eine Optimierung der Verbrechenskontrolle zu erreichen versuchen. Derzeit sind Tendenzen zu beobachten, wonach sich die bislang nationwide und staatlich ausgerichteten Kriminalpolitiken „entgrenzen“: sichtbar vor allem in der zunehmenden Europäisierung der Inneren Sicherheit, beobachtbar aber auch anhand der steigenden Einbeziehung kommerzieller Akteure in die Produktion öffentlicher Sicherheit.

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B. Stokkelabsatze, Tisch und Stuhlbein~, Peitschen und Schreibfedern. 51 Stoller (1979, S. ) berichtet von einem Patienten. Der Patient ist Mitte dreigig, verheiratet und hat Kinder. Sein Leben wird von dem Interesse an sexuell erregenden Frauenkleidern beherrscht. In den ersten drei Lebensjahren wurde er von Vater und Mutter als Junge behandelt. Dann kam es zu einer schweren chronis chen Erkrankung der Mutter, die wegen Krankenhausaufenthalten haufig von zu Hause fern war und zwei Jahre spater verstarb.

Es kommt zur Reinszenierung erlebter Szenen in der Realitat. Herr G. erlebte deshalb Auslander als Demiitiger, als Tater, die ihn bedrohen. Aber nicht nur die bedrohlichen Aspekte des Vaters werden projiziert, auch sexuelle 31 Impulse. Auslander seien mannlicher und bei Frauen erfolgreicher. Er fiihlt sich zu ihnen hingezogen, weil sie emotionaler seien. Er weiR nicht, ob sie ihn fiir schwul halten. In der Opferrolle ist er offensichtlich gefahrdet, weiblich zu sein. Aggressiv und kalt ist mannlich, weich und schwul ist weiblich.

Sie ist das zweitjiingste von sieben Geschwistern und stammt aus einem kleinen Dod in der Nahe unserer Stadt. Der Vater, ein Handwerker, habe sich nie urn sie gekiimmert, habe aber als rechtschaffen gegolten. Die Mutter sei, wie es eben friiher oft der Fall gewesen sei, zuriickhaltend gewe sen mit ihren Gefiihlen, habe nie Liebesgefiihle gezeigt. Die Patientin stritt aber ab, unter diesen Verhaltnissen gelitten zu haben, und zwar obschon 41 der Eindruck entstand, daR sie keinerlei Geborgenheit erlebt hatte.

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